Auslandsanleihen

Auslandsanleihen sind im Ausland emittierte auf ausländische Währung laufende verzinsliche Wertpa­piere öffentlicher und privater, zum Beispiel deut­scher Schuldner. Die von ausländi­schen Emittenten in Deutschland emittier­ten auf Euro laufenden Anleihen. Die wichtig­sten internationalen Anleihewährungen sind US-$, Yen, Euro , Schweizer Franken und das britische Pfund.

Bekannte deutsche Unter­nehmen, aber auch Banken, gründeten an bestimmten ausländischen Plätzen Toch­tergesellschaften, um auf diesem Sektor vorteilhafte Bedingungen ausnutzen zu können. Da ausländische Emittenten nicht der deutschen Rechtshoheit unterliegen, sind die Kapitalanlagen in solchen Anlei­hen mit höheren Risiken verbunden als Emissionen inländischer Emittenten.

Für gebietsfremde Käufer kommt hinzu, dass die Auslandsanleihen couponsteuerfrei sind. Hinzu kommt aber neben dem üblichen Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Emittenten auch das Transferrisiko. Die Bedienung der Anleihen verlangt, dass die Notenban­ken in den Schuldnerländern den Emitten­ten die entsprechenden Fremdwährungs­beträge für Zins- und Tilgungsleistung zur Verfügung stellen, also ins Ausland trans­ferieren lassen.

Aus politischen und zah­lungsbilanzmäßigen Gründen kann aber der Transfer solcher Zahlungen unterbun­den werden. Bei Anleihen auf ausländi­sche Währungen kommt das Währungsrisiko hinzu. Durch Abwertung der Anleihewäh­rung bzw. durch Aufwertung der Währung des Gläubigers kann sich die Verzin­sung und der Wert der Anleihe für den Kapi­talanleger erheblich vermindern, denn aufgrund der Verschlechterung des Wech­selkurses der Anleihewährung erhält der Gläubiger weniger in seiner eigenen Wäh­rung ausbezahlt, als er beim Erwerb der Anleihe erwartet hat. Von umgekehrter Entwicklungen kann der Anleger dagegen Nutzen ziehen.

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