Devisen

Im allgemeinen Sinn werden unter Devisen alle Zahlungsmittel in ausländischer Währung verstanden. Im engeren Sinn sind damit nur die auf fremde Währung lautenden und im Ausland zahlbaren Geldforderungen (z.B. Bankguthaben, Wechsel und Schecks) gemeint, während ausländische Banknoten und Münzen als Sorten bezeichnet werden. Devisen werden an der Devisenbörse gehandelt. Ihr Preis (Devisenkurs) drückt das Austauschverhältnis zweier Währungen aus.

Dabei werden stets drei Kurse notiert:

  • der Devisen-Briefkurs (als Ankaufskurs für fremde Währungen),
  • der Devisen-Geldkurs (als Verkaufskurs für fremde Währungen) und
  • der Devisen-Mittelkurs als arithmetisches Mittel von Brief- und Geldkurs.

Der Briefkurs liegt dabei grundsätzlich höher als der Geldkurs, der Ankaufspreis von Devisen ist also stets höher als ihr Verkaufspreis – eine Erfahrung, die auch jeder Auslandsurlauber machen kann, wenn er die fremden Währungen bei der Bank zu einem höheren Preis ankauft, als er sie später rückgetauscht bekommt, denn die Banken orientieren sich bei ihren Tauschgeschäften an den amtlich festgestellten Brief- und Geldkursen.

Ferner ist bei Devisengeschäften noch zu unterscheiden zwischen dem Devisen-Kassageschäft (bei dem die Devisen zum Tageskurs gekauft und spätestens nach zwei Börsentagen geliefert werden) und dem Devisen-Termingeschäft (bei dem die Devisen zu einem heute vereinbarten Kurs gekauft, aber erst zu einem späteren, vorab festgelegten Termin geliefert werden). Devisen-Termingeschäfte dienen u.a. der Absicherung von Wechselkursrisiken bei Außenhandelsgeschäften.

Die Zu- und Abflüsse der Währungsreserven der Deutschen Bundesbank werden von der Devisenbilanz erfasst, die Teil der Zahlungsbilanz ist.

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