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Bausparvertrag

Ein Bausparvertrag ist ein vertraglich fixierter zweckgebunder Sparvertrag.

Der Sparer sammelt seine Spargelder in einem Fonds an (Kollektivsparen) und hat dadurch das Recht, nach bestimmter Ansparzeit neben seinem Sparkapital ein zweitrangig gesichertes Hypothekendarlehen ohne Zinsänderungsrisiko unter anderem zur Finanzierung von Wohnungsbaumaßnahmen zu beanspruchen.

Ein Bausparvertrag kann zum Beispiel für Neubauten, Wiederaufbauten, bauliche Veränderungen, Kauf, Instandsetzung, Entschuldung von Wohnhäusern, Baukostenzuschuss, Eigentumswohnungen, Erwerb von Anteilsrechten an Immobilienfonds, Kauf eines Bauplatzes u. dgl. eingerichtet werden.

Bausparvertrag – Konditionen und Laufzeit

Durch den Vertragsabschluss eines Bausparvertrag verpflichtet sich die Sparer zu planmäßigen Spar- und (nach Erhalt des Darlehens) Tilgungsleistungen, die Bausparkassen zur Darlehensgewährung.

Nach der Mindestansparzeit von 18 Monaten und Vorliegen der Mindestansparsumme von in der Regel 50% der Vertragssumme kann die Zuteilung erfolgen.

Da in der Regel jedoch nicht alle Verträge, die die Mindestvoraussetzungen erfüllt haben, zugeteilt werden können, wird die Reihenfolge der Zuteilungen durch Leistungszahlen festgelegt, welche die „Liegezeit“ der Sparleistungen berücksichtigen.

Durch Vor- und Zwischenfinanzierung kann das Bauvorhaben evtl. schon vor der Zuteilung des Bausparvertrages verwirklicht werden. Diese als auch weitere Finanzierungsarten werden bei Zuteilung des Bausparvertrages abgelöst. Nach Zuteilung kann über das angesparte Kapital sofort verfügt werden, über das Darlehen erst nach Sicherheitenstellung.

Das Darlehen hat eine Laufzeit von ca. 10 Jahren, in Einzelfällen können längere Tilgungsvereinbarungen getroffen werden. Der Bausparer kann jederzeit die Spartätigkeit beenden oder den Vertrag kündigen, jedoch können gewährte Steuervergünstigungen bei vorzeitiger Verfügung entfallen.

Das Darlehen beträgt in der Regel 50% der Vertragssumme (Bausparsumme). Die höchste Beleihungsgrenze für Bausparmittel beträgt 80% des Wertes des bebauten Grundstücks.

Bausparkassen verzinsen die Spareinlagen nur mit 2,5 -3%; für die Darlehen werden meist 4,5-5% berechnet. Diese Zinsen bleiben unverändert und unabhängig von Schwankungen am Markt.

Bausparvertrag – Definition & Erklärung – Zusammenfassung

Im Zusammenhang mit dem Lexikoneintrag Bausparvertrag sind folgende Aspekte in Erinnerung zu behalten:

  • Der Bausparvertrag ist ein vertraglich fixierter zweckgebunder Sparvertrag.
  • Der Bausparvertrag hat eine Mindestansparzeit von 18 Monaten und der Vorlage der Mindestansparsumme von mindestens 50% der Vertragssumme.
  • Ein Bausparvertrag kann zum Beispiel für Neubauten, Kauf einer Immobilie oder Eigentumswohnung, Instandsetzung oder Entschuldung von Wohnhäusern eingerichtet werden.

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