Ad-hoc-Publizität

Ein Emittent bereits zugelassener Wertpa­piere ist nach § 44a Abs. 1 S. 1 BöreG ver­pflichtet, alle Tatsachen unverzüglich zu veröffentlichen, die in seinem Tätigkeits­bereich eingetreten und dem Publikum nicht bekannt sind und die wegen der Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage oder den allgemeinen Ge­schäftsablauf des Emittenten zu einer erheblichen Kursänderung zugelassener Aktien führen können, oder, im Fall zuge­lassener Schuldverschreibungen, wenn die Gefahr besteht, dass der Emittent sei­nen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann (Ad-hoc-Publizitätspflicht).

Die Ad-hoc-Publizität von Tatsachen stellt eine Ergänzung zu den regelmäßig zu veröffentlichenden Jahresabschlüssen und Lageberichten sowie der Zwischenbe- richteretattung dar. Damit soll sicherge­stellt werden, daß der Kapitalmarkt auch zwischen den Abschlußstichtagen des Jahresabschlusses und Zwischenberichter­stattung über wichtige Untemehmensereignisse informiert wird.

 

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