Anlagebetrug

Der Anlagebetrug kommt insbesondere bei Anlagemöglich­keiten am grauen Kapitalmarkt vor, die über Inserate oder durch die Vermittlung von Drittpersonen angeboten werden. ln den meisten Fällen kommt es schnell zu einem Vertragsabschluss. Typisch ist, dass, obwohl fast alle Geschädigten den Täter vor der Kapitalanlage noch nicht kennen, sie ihm häufig von vornherein Vertrauen schenken.

Betrüger werden von den Geschädigten häufig als sympathisch, gut informiert oder fachkompetent beschrie­ben. Tatsächlich verfügen die Täter aber kaum über qualifiziertes Wissen, während immerhin fast die Hälfte der Opfer eine kaufmännische Ausbildung abgeschlos­sen hat. Viele Geschädigte versprechen sich von ihren Kapitalanlagen eine beson­ders hohe Rendite, andere geben an, kein Vertrauen gegenüber Banken zu besitzen.

In einigen Fällen schafft die „persönliche“ Betreuung durch den Täter beim Opfer Vertrauen, und sie fordert die Bereitschaft zum Vertragsabschluss. Die Täter versu­chen dabei, sich auf die Persönlichkeitsei­genschaften und Motive der zukünftigen Opfer einzustellen. Zur Vorbeugung des Anlagebetrugs wird empfohlen, sich besser zu informieren und nicht allein dem Gesprächspartner zu vertrauen. Auch dürfen Anleger nicht ihr gesamtes Geld in eine Anlage investieren. Sie sollten viel­mehr für sich einen Maximalbetrag festlegen, von dem sie sich nicht durch die Verkäufer abbringen lassen.

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